Arbeits- und Bildungsangebot

Wenn nach dem Berufsbildungsbereich eine Vermittlung in einen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt (noch) nicht möglich ist, kann eine Anstellung im Arbeitsbereich der Werkstatt erfolgen. Die behinderten Beschäftigten erhalten einen Werkstattvertrag und ein monatliches Entgelt. Außerdem sind sie über die Werkstatt kranken-, pflege-, unfall- und rentenversichert.

Die Arbeitsplätze im Arbeitsbereich sind individuell gestaltet und den Bedürfnissen, Interessen und Neigungen der Beschäftigten angepasst. Die Tätigkeitsfelder reichen von Montage- und Verpackungsarbeiten, über Garten- und Landschaftsbau, bis hin zu EDV-Dienstleistungen. Hier geht es zu unseren Arbeitsfeldern.

Wir stellen Eigenprodukte (z.B. handgewebte Tücher, Möbel, Holz- und Kreativprodukte) her und bieten Dienstleistungen an. Hier geht es zu unseren Produkten und Dienstleistungen.

Auch im Arbeitsbereich der WfbM werden die Leistungsfähigkeit und die Persönlichkeit der Beschäftigten sowie der Übergang auf den allgemeinen Arbeitsmarkt gefördert. Die Beschäftigten können regelmäßig an Weiterbildungsmaßnahmen teilnehmen.

Ziel der Weiterbildungen ist es, die persönlichen Fertigkeiten und Fähigkeiten der Beschäftigten zu erweitern.

Ihre individuellen Teilhabewünsche werden mit Ihnen besprochen und in Form einer Teilhabeplanung festgehalten.

Wenn ein Ausbildungs- oder Arbeitsplatz außerhalb der Werkstatt auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt gefunden wird, ist ein Wechsel jederzeit möglich. Außerdem vermitteln wir in betriebsintegrierte Arbeitsplätze, Praktika oder (Inklusions-)betriebe.

Falls das Ausbildungs- oder Arbeitsverhältnis auf dem ersten Arbeitsmarkt behinderungsbedingt oder betriebsbedingt beendet wird, kann man in der Regel wieder in die WfbM zurückkehren. Der Landschaftsverband Rheinland ermöglicht nach einer Ausgliederung aus der Werkstatt beispielsweise derzeit eine fünfjährige Rückkehrgarantie in die WfbM.

Betriebsintegrierte Arbeitsplätze

Ein so genannter betriebsintegrierter Arbeitsplatz bedeutet, dass Teilnehmende/Werkstattbeschäftigte in einem anderen Betrieb arbeiten, aber in der Werkstatt bleiben. Er ist für Menschen aus dem Berufsbildungsbereich oder Arbeitsbereich, die sich eine Tätigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt wünschen.

Vorteile: Es gibt allen Beteiligten die Möglichkeit, eine Zusammenarbeit zu erproben. Die Kooperation wird vertraglich geregelt. Die Betriebe zahlen der Werkstatt für die erbrachte Dienstleistung des Beschäftigten ein vertraglich vereinbartes Entgelt. Die Entlohnung (im Arbeitsbereich) und Versicherung der Beschäftigten erfolgt weiterhin über die Werkstatt.

Man unterscheidet zwischen ausgelagerten Einzel- und Gruppenarbeitsplätzen. Ausgelagerte Arbeitsplätze können in ganz unterschiedlichen Betrieben umgesetzt werden und bieten eine Chance zur eigenen Belastungserprobung unter Bedingungen des ersten Arbeitsmarktes sowie auf Übernahme in ein sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis.

Berufliche Bildung und arbeitsbegleitende Angebote

Unsere vielfältigen Maßnahmen dienen der Weiterentwicklung der Persönlichkeit sowie der fachlichen Qualifizierung.

Prodia bietet:

  • Gabelstaplerführerschein
  • Hubhebebühnenschein
  • Schulung Hubwagen / E-Ameise
  • Erste-Hilfe-Schulung
  • EDV-Training (z.B. Word, Excel)
  • Assistenz am Arbeitsplatz
  • Progressive Muskelentspannung
  • Bewegungsangebote
  • Ernährungskurse
  • Fußball
  • Stressbewältigungstraining

Bewerbungs- und Aufnahmeverfahren bei Prodia

Erstkontakt 

Prodia führt jeden 2. Dienstag im Monat von 10:00 – ca. 12:00 Uhr eine offene Informationsveranstaltung in der Betriebsstätte Rothe Erde durch. Hierbei werden

  • das Werkstattangebot
  • die pädagogische Ausrichtung der Werkstatt
  • die wirtschaftlichen Betätigungsfelder
  • die Rahmenbedingungen der Werkstatt
  • Antragswege
  • die Räumlichkeiten


vorgestellt. Bei Bedarf kann auch ein Einzelgespräch vereinbart werden.

Bewilligung durch den Leistungsträger 

Sobald der Leistungsträger die Leistung zur Teilhabe am Arbeitsleben bewilligt hat und Prodia mit der Durchführung der beruflichen Rehabilitation beauftragt, setzen wir uns mit Ihnen für ein Aufnahmegespräch in Verbindung.

Persönliches Aufnahmegespräch

Im Aufnahmegespräch wird Ihre Aufnahme geplant.
Das Aufnahmegespräch beinhaltet:

  • Allgemeine Datenaufnahme und Anamnese
  • Ermittlung von Ressourcen und Förderbedarf des Teilnehmenden
  • Vorbereitung eines passenden Einstiegs
  • Zeitliche Planung und Abstimmung des weiteren Vorgehens
  • Absprachen zur weiteren Zusammenarbeit und Koordination von Hilfen.

Ihre Ansprechpartner:

 

Die Sozialen Dienste der Werkstatt sind für das Bewerbungs- und Aufnahmeverfahren bei Prodia zuständig.
Sprechen Sie uns bei Fragen gerne an.