Presse / Medien
August 2025
30 Jahre gelebte Teilhabe
Ein Fest für alle in den Prodia Kolping Werkstätten
Aachen. Am 29. August feierten die Prodia Werkstätten ein ganz besonderes Jubiläum: Seit 30 Jahren gibt es hier einen Ort, an dem Menschen mit und ohne Behinderung miteinander arbeiten, lachen, gestalten und Gemeinschaft erleben. Dieser Gedanke der Teilhabe war auch das Herzstück der Feier im Depot im Aachener Ostviertel.
Ein Tag voller Farben und Wärme
Schon beim Betreten des festlich geschmückten Saals spürte man: Hier wird gemeinsam gefeiert. In Blau und Orange leuchteten Luftballons, Blumen und Dekoration – Farben, die für Prodia stehen. Beschäftigte, Mitarbeitende, Angehörige und Gäste waren zusammengekommen, um einen Tag voller Freude zu erleben. Viele hatten wochenlang mit vorbereitet, sodass ein Gefühl entstand: Das ist unser Fest.
Menschen im Mittelpunkt
Geschäftsführerin Mariele Biesemann erinnerte an die Anfänge der Werkstatt und würdigte die vielen, die den Weg seitdem mitgegangen sind. Ein besonders bewegender Moment war, als ein Beschäftigter geehrt wurde, der seit 30 Jahren dabei ist. Der Applaus zeigte: Hier zählt jeder Einzelne. Mit alkoholfreiem Sekt stießen alle auf die gemeinsame Vergangenheit und eine hoffnungsvolle Zukunft an.
Begegnungen voller Nähe
Auch Aachens Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen sprach sehr persönlich. Sie erzählte von einer Mappe, die sie auf dem Adventsmarkt in Brand gekauft hatte und die sie bis heute begleitet – ein kleines Beispiel dafür, wie die Produkte und die Menschen von Prodia Spuren hinterlassen. Anschließend trat Kabarettist und Pfarrer Rainer Schmidt auf. Mit Humor und Offenheit machte er Mut: Auch wenn das Leben anders verläuft, kann es reich und voller Chancen sein.
Gemeinschaft, die trägt
Besonders schön war, wie viele Beschäftigte selbst das Fest mitgestalteten: Ansager führten mutig durchs Programm, der Prodia-Chor sang voller Begeisterung das Kolping-Lied, und Frauenbeauftragte Martina Biedermann verabschiedete sich mit bewegenden Worten aus ihrem Amt. Eine Diashow mit Bildern aus Werkstattalltag, Feiern und Ausflügen sorgte für viele Lacher und warme Erinnerungen.
Freude, die verbindet
Natürlich durfte auch das Genießen nicht fehlen: Fingerfood, Kuchen, Slusheis und der italienische Eiswagen ließen die Augen strahlen. Am Nachmittag zog es dann viele auf die Tanzfläche. Die Band Lagerfeuer spielte bekannte Lieder, und Beschäftigte wie Mitarbeitende sangen und tanzten ausgelassen – manchmal laut, manchmal schief, aber immer mit Herz.
Mehr als ein Jubiläum
Am Ende war allen klar: Dieses Fest war mehr als ein Rückblick auf 30 Jahre. Es war ein lebendiges Zeichen dafür, dass Inklusion möglich ist – und dass Menschen mit Behinderung nicht am Rand stehen, sondern mittendrin sind: als Kolleginnen und Kollegen, als Künstler, als Rednerinnen, Sänger, Tänzer und Gastgeber.
Die Prodia Werkstätten sind damit seit drei Jahrzehnten ein unverzichtbarer Ort in Aachen – ein Ort, an dem Menschen zeigen dürfen, was in ihnen steckt, und an dem Gemeinschaft größer ist als jede einzelne Einschränkung.
April 2025
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Rheinische Post, Aachen 2020
